Spielzeit 2026
September 2026
David Grossman
Am 27.09.2026 zu Gast im Literarischen Salon (im Overstolzensaal im MAKK, Ticketverkauf startet im Juni)
David Grossman, geboren 1954 in Jerusalem, ist der bekannteste israelische Schriftsteller der Gegenwart. Nachdem er in Deutschland bereits den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels entgegennahm, wird er am 25. September in Lübeck mit dem Thomas Mann- Preis geehrt. Im Rahmen seiner Reise wird David Grossman eine einzige weitere Veranstaltung bestreiten: in Köln! Auch wenn er in jüngster Zeit vor allem durch seine entschiedenen Stellungnahmen zum Nahostkonflikt Aufsehen erregte – unter anderem mit seiner Streitschrift „Frieden ist die einzige Lösung“ -, möchten wir im Literarischen Salon vor allem auf sein großartiges literarisches Gesamtwerk blicken – und auch nach seiner Verbindung zu Thomas Mann fragen. Weltberühmt wurde Grossman insbesondere mit seinem Roman „Eine Frau flieht vor einer Nachricht“, in dem er den Tod seines eigenen Sohns in den letzten Tagen des zweiten Libanon-Kriegs im Jahr 2006 verarbeitet. Für den Roman „Kommt ein Pferd in die Bar“ von 2016 erhielt er den International Booker Prize. Zuletzt veröffentlichte Grossman mit „Opa, warum hast du Falten?“ ein hinreißendes Kinderbuch.
Infos zu Tickets sind ab KW 26 hier zu finden.
Moderation: Guy Helminger und Navid Kermani
Vorleserin: Anja Laïs
In Kooperation mit: Literaturhaus Köln, Stadtgarten, Kulturamt der Stadt Köln, Schauspiel Köln, Buchhandlung Klaus Bittner, Stadtrevue, MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, Academy of International Affairs NRW
Die weiteren Termine:
08.10.26 - Eva Menasse (lit.Cologne Spezial in der Kulturkirche Nippes)
Lange haben wir auf einen neuen Roman von Eva Menasse gewartet, die uns seit ihrem gefeierten Debüt „Vienna“ ein ums andere Mal mit Witz und Scharfsinn, literarischer Meisterschaft und unerbittlicher Menschenkenntnis hingerissen hat. Auch ihr bisher jüngster Roman “Dunkelblum”, erschienen 2015, war wieder ein Bestseller und wurde in viele Sprachen übersetzt. Doch zuletzt ist Menasse vor allem mit ihren klugen Einwürfen zu Meinungsfreiheit und Digitalität, Gaza und Antisemitismus hervorgetreten. Den PEN Berlin hat sie nebenher auch noch mitgegründet. Kaum eine andere public intellectual findet im deutschsprachen Raum heute so viel Beachtung wie die 1970 in Wien geborene Autorin, dabei hält sie sich von Twitter und Talkshows fern. Denn im Kern ist sie natürlich Literatin geblieben, ausgezeichnet unter anderem mit dem Böll-Preis, dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels und dem Hölderlin-Preis. Um so gespannter sind wir auf ihren neuen Roman: „Alleinruhelage“. Um eine Ehe geht es, die zerbrochen ist, aber eigentlich um eine Zwischenbilanz des Lebens, an dem wir hängen, auch wenn es keines seiner Versprechen hält.
17.12.26 - Ursula Krechel (im Stadtgarten)
2025 wurde Ursula Krechel endlich mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt, für ein Werk, das sich durch eine minutiöse Recherche, literarische Präzision und Poesie auszeichnet. Ihre romanästhetische Aufarbeitung von Exil, Flucht, Verfolgung, Feminismus, kurz, der harten Realität nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute, zeigt die 1947 in Trier geborene Autorin als eine höchst sensible Beobachterin dessen, was da schiefläuft. Nicht als Aktivistin, sondern als Sprachvirtuosin, setzt sie das Wort dort ein, wo Recht und Gerechtigkeit bedroht sind. Ihr Bestseller „Landgericht“, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis, erzählt das Leben eines deutsch-jüdischen Richters, der nach der Rückkehr aus dem Exil in die Bundesrepublik versucht, seine Würde wieder herzustellen – und daran zerbricht. Auch ihr jüngster Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“, der eine Art Kulturgeschichte aller Frauen ist, zeichnet sich durch den Widerstand der Figuren gegen die Gewalt aus, die ihnen angetan wird. Zuletzt hat sie mit dem Essay „Vom Herzasthma des Exils“ die Migrationsdebatte auf ein neues Niveau gehoben – „ein großer Wurf“, wie Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung schrieb. “Ich stemme mich mit meiner ganzen Arbeit dagegen, Vergessen zuzulassen“, sagte Ursula Krechel. Genau das wollen wir im Literarischen Salon auch.
13.05.27 - Leïla Slimani
Mehr Infos folgen.
Tickets für den Literarischen Salon im Stadtgarten: https://stadtgarten.ticket.io/
Tickets für die lit.Cologne: https://www.litcologne.de/
Noch mehr Infos: https://literaturhaus-koeln.de/