Spielzeit 2026

Eva Menasse

Am 08.10.26 zu Gast im Literarischen Salon, 20:00 Uhr, Einlass 19:30 Uhr
lit.Cologne Spezial in der Kulturkirche Nippes, Siebachstr. 85, 50733 Köln

© Lena Giovanazzilaif

Eva Menasse

Lange haben wir auf einen neuen Roman von Eva Menasse gewartet, die uns seit ihrem gefeierten Debüt „Vienna“ ein ums andere Mal mit Witz und Scharfsinn, literarischer Meisterschaft und unerbittlicher Menschenkenntnis hingerissen hat. Auch ihr bisher jüngster Roman “Dunkelblum”, erschienen 2021, war wieder ein Bestseller und wurde in viele Sprachen übersetzt. Doch zuletzt ist Menasse vor allem mit ihren klugen Einwürfen zu Meinungsfreiheit und Digitalität, Gaza und Antisemitismus hervorgetreten. Den PEN Berlin hat sie nebenher auch noch mitgegründet. Kaum eine andere public intellectual findet im deutschsprachen Raum heute so viel Beachtung wie die 1970 in Wien geborene Autorin, dabei hält sie sich von Twitter und Talkshows fern. Denn im Kern ist sie natürlich Literatin geblieben, ausgezeichnet unter anderem mit dem Böll-Preis, dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels und dem Hölderlin-Preis. Um so gespannter sind wir auf ihren neuen Roman: „Alleinruhelage“. Um eine Ehe geht es, die zerbrochen ist, aber eigentlich um eine Zwischenbilanz des Lebens, an dem wir hängen, auch wenn es keines seiner Versprechen hält.

Moderation: Guy Helminger und Navid Kermani

Tickets: 25€, erm. 23€ (jeweils inkl. Ticketgebühren):
https://litspezial.myticket.de/selection/event/date?productId=10229869350457

In Kooperation mit: lit.COLOGNE Spezial, Stadtgarten Köln, Literaturhaus Köln, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Klaus Bittner, Stadtrevue

Weitere Termine

17.12.26 - Ursula Krechel (im Stadtgarten Köln)
2025 wurde Ursula Krechel endlich mit dem Georg-Büchner-Preis geehrt, für ein Werk, das sich durch eine minutiöse Recherche, literarische Präzision und Poesie auszeichnet. Ihre romanästhetische Aufarbeitung von Exil, Flucht, Verfolgung, Feminismus, kurz, der harten Realität nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute, zeigt die 1947 in Trier geborene Autorin als eine höchst sensible Beobachterin dessen, was da schiefläuft. Nicht als Aktivistin, sondern als Sprachvirtuosin, setzt sie das Wort dort ein, wo Recht und Gerechtigkeit bedroht sind. Ihr Bestseller „Landgericht“, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis, erzählt das Leben eines deutsch-jüdischen Richters, der nach der Rückkehr aus dem Exil in die Bundesrepublik versucht, seine Würde wieder herzustellen – und daran zerbricht. Auch ihr jüngster Roman „Sehr geehrte Frau Ministerin“, der eine Art Kulturgeschichte aller Frauen ist, zeichnet sich durch den Widerstand der Figuren gegen die Gewalt aus, die ihnen angetan wird. Zuletzt hat sie mit dem Essay „Vom Herzasthma des Exils“ die Migrationsdebatte auf ein neues Niveau gehoben – „ein großer Wurf“, wie Gustav Seibt in der Süddeutschen Zeitung schrieb. “Ich stemme mich mit meiner ganzen Arbeit dagegen, Vergessen zuzulassen“, sagte Ursula Krechel. Genau das wollen wir im Literarischen Salon auch.

Moderation: Guy Helminger und Navid Kermani

Tickets über Stadtgarten Köln: https://stadtgarten.ticket.io/d3QyftnC/

In Kooperation mit: Stadtgarten Köln, Literaturhaus Köln, Kulturamt der Stadt Köln, Buchhandlung Bittner, Stadtrevue